Verstecken im Garten und im Wald

Landschaftsillustration

Verstecken gehört zu den Spielen, die überall funktionieren, und im Garten oder im Wald bekommt es einen besonderen Reiz. Bäume, Büsche und Steine bieten mehr Möglichkeiten als jedes Wohnzimmer, und die Kinder müssen sich richtig anstrengen, um nicht gefunden zu werden. Für die Suchenden ist es ein kleines Abenteuer, jeden Winkel zu erkunden. Ein guter Ort ist nicht zu gross und übersichtlich genug, damit sich niemand verirrt.

Das Spielfeld abstecken

Bevor es losgeht, legt ihr gemeinsam die Grenzen fest. Im Garten kann das der Zaun sein, im Wald ein bestimmter Weg oder ein auffälliger Baum, den man nicht überschreiten darf. Besonders im Wald ist es wichtig, dass alle wissen, wo die Grenze liegt, damit sich niemand zu weit entfernt. Ein Erwachsener bleibt in der Nähe und behält den Überblick, ohne das Spiel zu stören.

Zählt laut bis zu einer vereinbarten Zahl und schaut nicht hin. Mit geschlossenen Augen und dem Gesicht am Baumstamm hört man, wie die anderen im Laub rascheln. Wer gefunden wird, ruft den Namen und hilft beim Suchen oder wird der nächste Sucher. Ist die Gruppe klein, kann jeder einmal Sucher werden, und niemand bleibt lange derselbe.

Es gibt viele Varianten. Beim Sardinenspiel versteckt sich nur ein Kind, und alle anderen suchen. Wer es findet, schlüpft still mit ins Versteck, bis die Gruppe immer grösser wird und der letzte Sucher übrig bleibt. Beim Anschleichen bewegen sich die Kinder auf ein Signal hin, und wer gesehen wird, muss zurück an den Start. Solche Formen sind für gemischte Gruppen besonders schön.

Kleinere Kinder brauchen oft Hilfe, weil sie sich noch nicht gut verstecken können. Ein Erwachsener kann mit ihnen zusammen ein Versteck suchen, oder man erlaubt ihnen, sich hinter einem nahen Baumstamm zu verstecken. Beim Suchen dürfen sie laut nach den anderen rufen, das gehört zum Spiel. Wer nicht gefunden wird, kommt irgendwann von selbst hervor und ist stolz.

Auf die Umgebung achten

Nasse Wurzeln sind rutschig, Brennnesseln beissen, und hohle Baumstämme können anderen Tieren gehören. Schaut, dass niemand in ein Loch oder unter eine Wurzel kriecht, wo er nicht mehr herauskommt. Nach dem Spiel gibt es einen Znüni oder ein Zvieri, und die Kinder erzählen, wo sie versteckt waren und was sie dort alles gesehen haben.