Der Spielplatz ist für viele Familien ein fester Bestandteil der Woche. Man geht hin, die Kinder laufen los, und die Erwachsenen setzen sich auf eine Bank. Das funktioniert oft gut, doch mit ein paar Gedanken wird der Besuch noch schöner. Es lohnt sich, nicht nur zuzusehen, sondern auch einmal selbst mitzumachen und den Kindern Anregungen zu geben, wenn die Lust nachlässt.
Etwas mitbringen
Ein kleiner Beutel mit Dingen, die das Spielen erweitern, kann viel bewirken. Ein Ball, ein Springseil, Kreide für den Boden oder ein paar Eimer und Schaufeln für den Sandkasten reichen schon. Damit wird aus einem Spielplatz, den die Kinder in- und auswendig kennen, plötzlich wieder ein neuer Ort. Und wenn andere Kinder zusehen, fragen sie oft von selbst, ob sie mitspielen dürfen.
Auch die Geräte selbst lassen sich neu entdecken. Die Rutsche wird zum Berg, den man erobert, das Klettergerüst zum Schiff und die Schaukel zur Raketenstation. Kinder erfinden diese Geschichten meist selbst, aber manchmal hilft ein Satz wie: Wohin soll die Reise heute gehen? Dann geht die Fantasie los, und das Spiel dauert länger, als man denkt.
Nicht jedes Kind muss ständig in Bewegung sein. Manche schauen erst eine Weile zu und trauen sich dann. Lasst ihnen diese Zeit und setzt euch ruhig neben sie, ohne zu drängen. Sobald ein anderes Kind sie anlächelt oder etwas fragt, ist das Eis oft schnell gebrochen. Ein Erwachsener in der Nähe genügt meist, damit sich die Kinder wohl und sicher fühlen.
Auch an sich selbst denken
Eine Flasche Wasser, etwas zu essen und vielleicht ein Sitzkissen machen den Besuch angenehmer. Wenn ihr selbst entspannt seid, überträgt sich das auf die Kinder. Und wenn ihr Lust habt, macht ein paar Runden mit: Ein Wettlauf zur Rutsche, ein Sprung über die Kreidelinie oder eine Runde Fangen bringt alle in Schwung und sorgt für Gelächter.
Kündigt das Ende früh an. Ein Satz wie: Noch dreimal rutschen, dann gehen wir, gibt den Kindern Zeit, sich darauf einzustellen. Manche brauchen auch ein kleines Ritual zum Abschied, zum Beispiel einen Hüpfer über die letzte Kreidelinie oder ein Lied auf dem Heimweg. So endet der Besuch friedlich, und beim nächsten Mal freuen sich alle wieder auf den Spielplatz.