Fahrradfahren macht Kindern Spaß, auch wenn es einmal nicht schnell geht. Genau das nutzen die Spiele, die sich im Hof oder auf einem ruhigen Platz spielen lassen. Sie brauchen wenig Raum, wenig Material und keine Vorbereitung, nur ein paar Kreidestriche. Ein Hof ohne Autos ist ideal, denn dort können die Kinder mit ihrem Rad spielen, ohne auf den Verkehr achten zu müssen. Es braucht keine besondere Ausrüstung, nur Räder, die ihr vorher kurz anseht: Bremsen, Luft in den Reifen und ein fester Sattel.
Das Langsamrennen
Beim Langsamrennen gewinnt, wer als Letzter ins Ziel kommt, ohne mit dem Fuß den Boden zu berühren. Zeichnet mit Kreide eine Start- und eine Ziellinie auf den Boden, nicht zu weit auseinander. Das Spiel ist überraschend schwierig, weil man dabei ständig das Gleichgewicht halten muss, und es macht auch den Erwachsenen Spaß. Wer den Fuß absetzt, darf noch einmal von vorn beginnen.
Ein Kreideparcours ist eine schöne Abwechslung. Malt eine Schlangenlinie, durch die man hindurchfahren soll, ohne die Linie zu berühren, dazu einen Kreis, den man einmal umrundet, und eine schmale Gasse. Mit Kegeln aus Kartons oder leeren Flaschen lässt sich ein Slalom bauen. Die Kinder können den Parcours auch selbst erfinden und einander vorführen.
Das Ampelspiel bringt Bewegung und Aufmerksamkeit zusammen. Ein Kind ruft Rot, Gelb oder Grün, und die anderen fahren, halten an oder rollen langsam. Bei Gelb rollen alle nur leise dahin. Wer nicht aufpasst, setzt eine Runde aus. So bremsen und starten die Kinder immer wieder, und das Ganze fühlt sich nach Spiel an.
Ein paar Absprachen
Alle fahren in dieselbe Richtung, und wer bei einem Spiel nicht mehr mitmachen will, stellt sein Rad an den Rand. Ein Helm, wo er ohnehin dazugehört, ist auch im Hof eine gute Idee. Ein Erwachsener sollte in der Nähe sein, vor allem wenn der Hof eine Ausfahrt zur Straße hat.
Wenn die Räder am Ende in einer Reihe stehen, ist der Spaß noch nicht vorbei. Ein Schluck Wasser im Schatten, ein Gespräch darüber, wer das langsamste Rennen gefahren ist, und die Frage, was beim nächsten Mal dazukommt, machen den Nachmittag rund. Oft entsteht daraus schon die nächste Spielidee.